Eine mobile Split-Klimaanlage trennt Innen- und Außengerät, bleibt aber ohne Bohren aufstellbar. Die Wärme geht über ein Kältemittel-Leitungspaket statt über einen Abluftschlauch nach draußen. Bei der Midea PortaSplit ist dieses Paket laut Hersteller nur 2,7 cm flach, andere mobile Split-Geräte nutzen laut GIGA 3,9 bis 5 cm dicke Schläuche.
Inhalt
- Wie funktioniert eine mobile Split-Klimaanlage?
- Was bringt eine mobile Split-Klimaanlage gegenüber einem Monoblock?
- Welche mobilen Split-Klimaanlagen gibt es?
- Modelle und Alternativen im Vergleich
- Wie kommt die Leitung durchs Fenster?
- Für welche Raumgröße reicht eine mobile Split-Klimaanlage?
- Wohin fließt das Kondenswasser?
- Was kostet der Betrieb?
- Für wen lohnt sich welche Lösung?
- Häufige Fragen
Wie funktioniert eine mobile Split-Klimaanlage?
Eine mobile Split-Klimaanlage funktioniert wie eine fest installierte Split-Klimaanlage, nur ohne Wanddurchbruch. Das Innengerät nimmt Wärme aus der Raumluft auf. Das Kältemittel transportiert sie durch ein Leitungspaket zum Außengerät. Dort gibt der Verflüssiger die Wärme an die Außenluft ab.
Ein Kältekreis besteht aus vier Bauteilen. Der Verdampfer im Innengerät nimmt Wärme auf. Der Kompressor verdichtet das gasförmige Kältemittel. Der Verflüssiger gibt die Wärme ab. Ein Expansionsventil entspannt das Kältemittel wieder. Bei der mobilen Split-Klimaanlage sitzen Kompressor und Verflüssiger draußen.
Der Unterschied zur festen Anlage liegt in der Verbindung. Bei einer festen Split-Anlage werden die Kältemittelleitungen beim Einbau verbunden. Bei der Midea PortaSplit ist das Leitungspaket laut Datenblatt nicht trennbar. Der Kältekreis bleibt werkseitig geschlossen. Deshalb ist laut Midea kein Fachbetrieb nötig. Die Begriffe erklärt unser Glossar unter mobile Split.
Was bringt eine mobile Split-Klimaanlage gegenüber einem Monoblock?
Eine mobile Split-Klimaanlage ist im Raum leiser, kühlt effizienter und erzeugt keinen Unterdruck. Der Grund: Kompressor und Abwärme-Lüfter sitzen draußen, und es wird keine Raumluft nach außen geblasen. Ein Monoblock erledigt alles in einem Gehäuse im Zimmer.
Lautstärke
Bei einem Monoblock steht der Kompressor im Raum. Bei der mobilen Split-Klimaanlage hängt er vor dem Fenster. Midea nennt für das Innengerät der PortaSplit 39 dB(A) im Silent-Modus und 49 dB(A) im höchsten Modus. Das Außengerät erreicht laut Datenblatt 56 dB(A). Ein Großteil der Geräuschquelle bleibt also draußen. Mehr zur Messgröße findest du unter dB(A)-Lautstärke.
Effizienz
Die Stiftung Warentest schreibt, dass Monoblöcke schwächer und deutlich weniger effizient kühlen als Splitgeräte. Midea gibt für die PortaSplit einen SEER von 6,1 an, Klasse A++. Midea wirbt zudem mit der sechsfachen Kühlleistung und vierfachen Effizienz gegenüber herkömmlichen mobilen Geräten unter Prüfbedingungen von 30 °C außen und 24 °C innen. Das ist eine Herstellerangabe.
Kein Unterdruck
Ein Monoblock mit einem Schlauch bläst Raumluft nach draußen. Laut Stiftung Warentest strömt dann zwangsläufig Außenluft durch Fugen und Ritzen nach. An heißen Tagen ist das warme Luft. Eine mobile Split-Klimaanlage bläst keine Luft hinaus, sondern pumpt nur Wärme über das Kältemittel. Der Raum bleibt dicht.
| Kriterium | Mobile Split-Klimaanlage | Monoblock mit Abluftschlauch | Feste Split-Klimaanlage |
|---|---|---|---|
| Kompressor | außen am Fenster | im Raum | außen an der Wand |
| Verbindung nach draußen | flaches Leitungspaket | Abluftschlauch, häufig 150 mm | Kältemittelleitungen durch die Wand |
| Unterdruck | nein | ja, bei Einschlauch-Geräten | nein |
| Montage | Halterung am Fenster | Schlauch ins Fenster | Wanddurchbruch, Fachbetrieb |
| Mobil | ja, mit Gewicht | ja | nein |
| Mietwohnung | meist gut | gut | nur mit Zustimmung |
Wer trotzdem einen Monoblock bevorzugt, findet Modelle in unserem Vergleich mobiler Klimaanlagen.
Welche mobilen Split-Klimaanlagen gibt es?
Es gibt nur wenige echte mobile Split-Klimaanlagen. Die Midea PortaSplit mit ihrer Variante PortaSplit-E ist das bekannteste Modell. Daneben nennt ein GIGA-Bericht vom Juli drei weitere Geräte: Fischer Clima Butler Split 2, Remko RKL 495 DC und Argo Ulisse 13 DCI Eco.
Die Marktlage ist schmal. Midea meldet laut Pressemitteilung mehr als 300.000 verkaufte PortaSplit-Geräte in Europa und eine zeitweise eingeschränkte Verfügbarkeit. Die drei Alternativen aus dem GIGA-Bericht sind laut GIGA teurer oder lauter und haben dickere Schläuche. Auf Amazon sind sie in unserer Produktauswahl nicht vertreten.
| Modell | Kühlleistung | Schlauch | Heizen | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Midea PortaSplit / PortaSplit-E | 3,5 kW | 2,7 cm flach, 2 m | ja | Midea |
| Midea PortaSplit Cool | 2,35 kW | k. A. | nein | GIGA |
| Fischer Clima Butler Split 2 | 3,5 kW | 5 cm, rund | ja | GIGA |
| Remko RKL 495 DC | 4,3 kW | 3,9 cm | k. A. | GIGA |
| Argo Ulisse 13 DCI Eco | 4 kW | 4,5 cm, oval | nein | GIGA |
Weil echte mobile Split-Geräte rar sind, zeigen wir neben der PortaSplit zwei feste Split-Sets als Alternative. Sie sind nicht mobil, kühlen aber nach demselben Prinzip. Alle Bauformen im Überblick zeigt unser Bereich Split-Klimaanlagen.
Modelle und Alternativen im Vergleich
Die Tabelle stellt die beiden PortaSplit-Varianten zwei festen Split-Sets gegenüber. Alle Werte stammen aus Herstellerangaben. Die Methode erklärt die Seite So vergleichen wir.
| Modell | Kühlleistung laut Hersteller | Raum laut Hersteller | Lautstärke laut Hersteller | Kältemittel | Bauart | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|
Midea PortaSplit 12.000 BTU | 3,5 kW | bis 42 m² | 39 dB(A) Silent | R32 | Mobile Split, Fenster | Preis prüfen* |
Midea PortaSplit-E 12.000 BTU | 3,5 kW | bis 42 m² | 39 dB(A) Silent | k. A. | Mobile Split, Fenster | Preis prüfen* |
TCL VoxIn Split-Set 12.000 BTU | 3,5 kW | k. A. | k. A. | R32 | Feste Split-Anlage, Fachbetrieb | Preis prüfen* |
Kältebringer Split 9.000 BTU | 2,8 kW | k. A. | 19 dB Ruhemodus | R290 | Feste Split-Anlage, vorgefüllt | Preis prüfen* |
* Affiliate-Links. Technische Angaben laut Hersteller.

Midea PortaSplit 12.000 BTU
Ideal für: Mietwohnung, Räume bis ca. 42 m² laut Hersteller
Die PortaSplit ist die mobile Split-Klimaanlage mit dem flachsten Leitungspaket in unserer Marktübersicht. Sie kühlt und heizt und lässt sich beim Umzug mitnehmen. Nicht geeignet ist sie für Fenster, an denen außen keine Halterung sicher hält. Alle Details zu Daten und Fenstertypen stehen auf unserer Seite zur Midea PortaSplit.
- Echtes Split-Prinzip ohne Bohren
- Leitungspaket nur 2,7 cm flach laut Hersteller
- SEER 6,1 und SCOP 4,0 laut Datenblatt
- Innengerät 32,5 kg schwer
- Verfügbarkeit laut Midea zeitweise eingeschränkt
3,5 kW · A++/A+ · R32 · 39 dB(A) Silent · App
1.385,00 € Preis am 05.11. um 16:40 Uhr; Preise können sich ändern.
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Midea PortaSplit-E 12.000 BTU
Ideal für: Wer die PortaSplit-Technik in der E-Variante bekommt
Die PortaSplit-E ist laut Midea-Produktseite technisch gleichwertig zur PortaSplit. Sie ist die richtige Wahl, wenn sie früher lieferbar ist. Für wen nicht: Wer mehrere Räume kühlen will, braucht zwei Geräte oder eine feste Anlage.
- Leistung, Effizienz und Lautstärke wie PortaSplit laut Midea
- Gleicher Lieferumfang mit Halterung und Abdichtung
- Heizen laut Produktseite bis 30 °C Außentemperatur
- Kältemittel auf der Produktseite nicht genannt
- Gleich hohes Gewicht
3,5 kW · SEER 6,1 · SCOP 4,0 · 2 m Leitungspaket
1.199,00 € Preis am 05.11. um 16:40 Uhr; Preise können sich ändern.
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TCL VoxIn Split-Set 12.000 BTU
Ideal für: Eigentümer, die dauerhaft kühlen und heizen wollen
Das TCL-Set ist eine klassische Split-Klimaanlage. Laut Angebotstext liefert der Verkäufer nach der Verordnung (EU) 2024/573 nur gegen schriftlichen Nachweis, dass ein zertifizierter Fachbetrieb installiert. Für Mieter ohne Zustimmung ist es keine Option. Das Angebot hat derzeit eine längere Lieferzeit.
- 3,5 kW Kühlleistung laut Hersteller
- Sprachsteuerung ohne Smartphone laut Hersteller
- Selbstreinigung des Innengeräts
- Lieferung laut Angebot nur mit Nachweis eines zertifizierten Fachbetriebs
- Nicht mobil, Wanddurchbruch nötig
3,5 kW · R32 · Inverter · WLAN · Wärmepumpe
526,00 € Preis am 05.11. um 16:40 Uhr; Preise können sich ändern.
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Kältebringer Split 9.000 BTU R290
Ideal für: Kleinere Räume, Eigentum, Fokus auf natürliches Kältemittel
Das Kältebringer-Set nutzt Propan als Kältemittel und ist damit von den GWP-Grenzen der F-Gase-Verordnung nicht betroffen. Es ist leiser als jede mobile Lösung, aber fest eingebaut. Wann ein Fachbetrieb nötig ist, erklärt unsere Seite zur Split-Klimaanlage mit Quick Connect.
- Natürliches Kältemittel R290 laut Hersteller
- 19 dB im Ruhemodus laut Hersteller
- 3 m isolierte Kupferleitung im Lieferumfang
- Feste Installation mit Wanddurchbruch
- Montage durch Fachbetrieb einplanen
2,8 kW · R290 · A+++ laut Hersteller · WLAN
919,00 € Preis am 05.11. um 16:40 Uhr; Preise können sich ändern.
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Wie kommt die Leitung durchs Fenster?
Die Leitung einer mobilen Split-Klimaanlage läuft durch einen schmalen Fensterspalt nach draußen. Das Fenster bleibt fast geschlossen. Eine Fensterabdichtung schließt die restliche Lücke. Bei der PortaSplit misst das Leitungspaket laut Datenblatt 2,7 × 6 × 200 cm.
Je dünner die Leitung, desto weiter lässt sich das Fenster schließen. Die folgende Schlauchmatrix stellt die Werte nebeneinander. Den Monoblock-Abluftschlauch haben wir mit 150 mm angesetzt, einer verbreiteten Größe bei Ersatzschläuchen.
| Verbindung nach draußen | Dicke | Transportiert | Fensterspalt |
|---|---|---|---|
| Midea PortaSplit | 2,7 cm flach | Kältemittel | sehr schmal |
| Remko RKL 495 DC | 3,9 cm | Kältemittel | schmal |
| Argo Ulisse 13 DCI Eco | 4,5 cm oval | Kältemittel | schmal |
| Fischer Clima Butler Split 2 | 5 cm rund | Kältemittel | mittel |
| Monoblock-Abluftschlauch | ca. 15 cm | warme Luft | breit, Fenster gekippt oder offen |
Für die Durchführung gelten drei Regeln. Erstens: Das Leitungspaket darf nicht geknickt werden. Zweitens: Das Außengerät muss sicher hängen. Bei der PortaSplit wiegt es laut Datenblatt 9,9 kg. Drittens: Der Spalt muss dicht sein, sonst strömt warme Luft herein. Passende Lösungen zeigt unser Bereich Fensterabdichtung für die Klimaanlage.
Midea nennt für die PortaSplit Halterungen für normale Fenster, Dachfenster, Balkonfenster, französische Balkone und Wohnmobilfenster. Für alle außer dem normalen Fenster ist laut Midea eine optionale Universal-Halterung nötig.
Achtung: Ein Außengerät über einer Fassade muss nach Herstelleranleitung gesichert werden. Kläre in Miet- und Eigentumswohnungen vorab, ob ein sichtbares Gerät am Fenster zustimmungspflichtig ist. Das ist eine allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung. Bei festen Split-Sets gehören Wanddurchbruch und Inbetriebnahme in die Hand eines Fachbetriebs.
Für welche Raumgröße reicht eine mobile Split-Klimaanlage?
Eine mobile Split-Klimaanlage mit 3,5 kW reicht laut unserer Faustformel für normal besonnte Räume bis etwa 42 m², für sonnige Räume bis etwa 34 m² und für Dachzimmer bis etwa 28 m². Die Formel rechnet 80, 100 oder 120 W pro m² plus 100 W pro Person bei 2,5 m Raumhöhe.
| Raumgröße | Normal (80 W/m²) | Sonnig (100 W/m²) | Dachgeschoss (120 W/m²) | Passt die PortaSplit (3,5 kW)? |
|---|---|---|---|---|
| 15 m² | 1,3 kW | 1,6 kW | 1,9 kW | ja, mit Reserve |
| 20 m² | 1,7 kW | 2,1 kW | 2,5 kW | ja, mit Reserve |
| 25 m² | 2,1 kW | 2,6 kW | 3,1 kW | ja |
| 30 m² | 2,5 kW | 3,1 kW | 3,7 kW | ja, im Dachgeschoss knapp |
| 35 m² | 2,9 kW | 3,6 kW | 4,3 kW | normal ja, sonst knapp |
| 42 m² | 3,5 kW | 4,3 kW | 5,1 kW | nur bei normaler Lage |
Alle Werte gelten für eine Person im Raum. Jede weitere Person erhöht den Bedarf um 100 W. Deinen Raum rechnest du mit dem Klimaanlage-Rechner genauer. 1 kW entspricht 3.412 BTU/h. Was BTU bedeutet, erklärt unser Glossar.
Wohin fließt das Kondenswasser?
Das Kondenswasser einer mobilen Split-Klimaanlage entsteht am kalten Verdampfer im Innengerät. Beim Kühlen kondensiert dort Feuchtigkeit aus der Raumluft. Die Klimaanlage entfeuchtet den Raum also nebenbei. Das Wasser muss abgeleitet oder gesammelt werden.
Kondensat ist Wasser, das sich aus der Luft niederschlägt, wenn sie an einer kalten Fläche abkühlt. Wie viel anfällt, hängt von der Luftfeuchte ab. An schwülen Tagen ist es deutlich mehr als an trockenen. Für die aktuelle PortaSplit nennt Midea keinen Literwert.
Midea hat für die angekündigte R290-Generation zwei Änderungen beim Kondenswasser genannt: einen herausnehmbaren Filter, den Nutzer selbst reinigen, und ein Außengerät, das Kondenswasser in verschiedene Richtungen ableitet. Ein Ablaufschlauch soll künftig auch steigend verlegt werden können. Das zeigt, wo Nutzer bisher Bedarf hatten. Wer Feuchtigkeit gezielt senken will, findet im Luftentfeuchter-Vergleich spezialisierte Geräte.
Was kostet der Betrieb?
Der Kühlbetrieb einer PortaSplit kostet laut EU-Normverbrauch rund 75 Euro pro Jahr. Das EU-Produktdatenblatt nennt 201 kWh pro Jahr im Kühlbetrieb. Gerechnet ist mit 37,3 ct/kWh laut BDEW-Strompreisanalyse. Das ist ein Beispiel, der tatsächliche Verbrauch hängt von Nutzung und Hitze ab.
Der Normverbrauch beruht auf einem standardisierten EU-Nutzungsprofil. Im Heizbetrieb nennt das Datenblatt 770 kWh pro Jahr bei mittlerem Klima, also rund 287 Euro. Ein Inverter senkt den Verbrauch, weil der Kompressor nach dem Abkühlen auf niedriger Drehzahl weiterläuft.
Wer tagsüber Solarstrom erzeugt, kann einen Teil davon für die Klimaanlage nutzen. Wie das mit einem Steckersolargerät zusammenpasst, erklärt der Beitrag Klimaanlage mit Balkonkraftwerk.
Für wen lohnt sich welche Lösung?
Eine mobile Split-Klimaanlage lohnt sich für Mieter mit einem Raum bis etwa 42 m², die leise kühlen wollen und nicht bohren dürfen. Eine feste Split-Anlage lohnt sich für Eigentümer, die dauerhaft kühlen und heizen wollen. Ein Monoblock lohnt sich nur, wenn Budget und Flexibilität wichtiger sind als Lautstärke.
- Mieter, ein Raum, Schlafzimmer: PortaSplit oder PortaSplit-E. Mehr dazu im Ratgeber Klimaanlage fürs Schlafzimmer.
- Eigentümer, Dauerlösung: festes Split-Set mit Fachbetrieb, bevorzugt mit R290.
- Kein Fenster mit Halterung möglich: Wand-Klimagerät ohne Außengerät, siehe Klimaanlage ohne Abluftschlauch.
- Nur gelegentlich, kleines Budget: Monoblock mit guter Fensterabdichtung.
Unsere Einschätzung: Die mobile Split-Klimaanlage ist heute weniger eine Gerätekategorie als ein Modell. Die PortaSplit dominiert mit dem flachsten Leitungspaket und der größten Verbreitung. Midea hat eine Generation mit R290 angekündigt. Das bestätigt, dass die Bauform bleibt. Wer jetzt kauft, bekommt mit der R32-Variante ein legal nutzbares Gerät mit niedrigem Normverbrauch.
Das Wichtigste in Kürze:
- Mobile Split-Klimaanlagen lagern Kompressor und Abwärme nach draußen aus.
- Laut Stiftung Warentest kühlen Monoblöcke schwächer und deutlich weniger effizient als Splitgeräte.
- Das PortaSplit-Leitungspaket ist 2,7 cm flach, Alternativen nutzen laut GIGA 3,9 bis 5 cm.
- 3,5 kW reichen nach unserer Faustformel für bis zu 42 m² bei normaler Lage.
- Normverbrauch PortaSplit beim Kühlen: 201 kWh pro Jahr, rund 75 Euro bei 37,3 ct/kWh.
Häufige Fragen
Was ist eine mobile Split-Klimaanlage?
Eine mobile Split-Klimaanlage besteht aus einem Innengerät und einem Außengerät, die durch ein Kältemittel-Leitungspaket verbunden sind. Das Außengerät hängt am Fenster statt an der Wand. Ein Wanddurchbruch ist nicht nötig, und der Kältekreis bleibt bei Geräten wie der PortaSplit werkseitig geschlossen.
Ist eine mobile Split-Klimaanlage leiser als ein Monoblock?
Ja, in der Regel. Kompressor und Abwärme-Lüfter sitzen im Außengerät vor dem Fenster. Midea nennt für das Innengerät der PortaSplit 39 dB(A) im Silent-Modus.
Brauche ich für eine mobile Split-Klimaanlage einen Fachbetrieb?
Bei der Midea PortaSplit laut Hersteller nicht, weil das Leitungspaket nicht trennbar und der Kältekreis geschlossen ist. Feste Split-Sets mit R32 dürfen laut F-Gase-Verordnung nur mit Nachweis einer Installation durch ein zertifiziertes Unternehmen an Endverbraucher verkauft werden.
Welche mobilen Split-Klimaanlagen gibt es außer der PortaSplit?
Ein GIGA-Bericht nennt Fischer Clima Butler Split 2, Remko RKL 495 DC und Argo Ulisse 13 DCI Eco. Sie haben laut GIGA dickere Schläuche von 3,9 bis 5 cm und sind teurer oder lauter. Midea selbst bietet zusätzlich die PortaSplit Cool ohne Heizfunktion an.
Kann ich eine mobile Split-Klimaanlage in der Mietwohnung nutzen?
In vielen Fällen ja, weil kein Bohren nötig ist und sich das Gerät vollständig zurückbauen lässt. Ein sichtbares Außengerät an der Fassade kann aber zustimmungspflichtig sein. Kläre das vorab mit dem Vermieter, das ist keine Rechtsberatung.
Kann eine mobile Split-Klimaanlage heizen?
Die PortaSplit und die PortaSplit-E heizen laut Midea per Wärmepumpe mit 3,5 kW. Die PortaSplit Cool kann laut GIGA nicht heizen. Prüfe beim Kauf daher die genaue Variante.
Wie viel Strom verbraucht eine mobile Split-Klimaanlage?
Das EU-Produktdatenblatt der PortaSplit nennt 201 kWh pro Jahr im Kühlbetrieb. Bei 37,3 ct/kWh laut BDEW sind das rund 75 Euro. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Nutzungsdauer und Außentemperatur ab.
Quellen
- Datenblatt PortaSplit, Midea Europe, abgerufen im November
- Produktinfos PortaSplit-E, Midea Deutschland, abgerufen im November
- PortaSplit portable Split Air Conditioner, Midea Nordics, abgerufen im November
- Produktdatenblatt PortaSplit (EPREL-Fiche 1917520), Europäische Produktdatenbank EPREL, abgerufen im November
- Pressemitteilung zum Bedarf an flexibler Raumkühlung in Europa, Midea (Juli 2026), abgerufen im November
- Pressemitteilung PortaSplit mit R290 (Markteinführung 2027, Abverkauf von bis 31. Dezember 2026 in Verkehr gebrachten R32-Geräten), Midea (September 2026), abgerufen im November
- FAQ Klimageräte: Coole Lösungen für heiße Tage, Stiftung Warentest (Stand August 2026), abgerufen im November
- PortaSplit und PortaSplit Cool im Vergleich, GIGA (Juli 2026), abgerufen im November
- Mobile Split-Klimaanlagen mit flachem Schlauch als PortaSplit-Alternative, GIGA (Juli 2026), abgerufen im November
- Artikel 11 Verordnung (EU) 2024/573 (F-Gase-Verordnung), gesetze.legal, abgerufen im November
- BDEW-Strompreisanalyse, BDEW (Stand Oktober 2026), abgerufen im November
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